Über die Autorin

Ursula Prem

Autorin

Ursula Prem, fotografiert von Hans Ludwig  

Jetzt online: Ursula Prem liest aus ihrem Buch

`2010-Denn Hass zieht dunkle Kreise´

Einmaleins Walpurgisnacht! Rechnen ist (k)eine Hexerei von Ursula Prem

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Geboren wurde ich in Nürnberg, wo ich
später auch mein Musikstudium  
aufnahm. Inzwischen habe ich    

an vielen Opernhäusern

   
im In- und Ausland    
gesungen.    
     
     

 

 

         
         
             Im Laufe eines längeren
             Gastspieles in Mexiko habe ich mit
     dem Schreiben von  Vorsicht Liebensgefahr!
   begonnen, welches im Jahr 2006 auf der
  Leipziger Buchmesse vorgestellt wurde.
Mein zweiter Roman, der Mysterythriller
2010-Denn Hass zieht dunkle Kreise
ist im März 2008 erschienen.

 

 

Interview

Das Gespräch führte Sigrid Meyer (2006)

Die Werke von Ursula Prem hier bestellen:

<Vorsicht Liebensgefahr!> © 2006

<2010-Denn Hass zieht dunkle Kreise>©2008

   

Frau Prem, eine Opernsängerin als Romanschriftstellerin: Das ist mehr als ungewöhnlich. Wie kam es dazu?

 

U.Prem: Nun, meiner Ansicht nach muss sich Kreativität nicht unbedingt auf ein Gebiet beschränken!

 

Schreiben war für mich schon immer ein hervorragendes Ausdrucksmittel!

 

"Vorsicht Liebensgefahr!" ist allerdings das erste schriftstellerische Werk, mit dem ich mich an die Öffentlichkeit wage.

 

Und damit haben Sie wirklich Mut bewiesen! Das Buch behandelt nicht nur eine extreme Thematik, sondern enthält auch einige sehr detaillierte erotische Szenen.

 

U.P.: Das ist mir wohl bewusst. Anders wäre das Thema auch nicht darstellbar gewesen!

 

Mich interessiert es, menschlichen Extremsituationen nachzuspüren . Dies mag zum Teil an meinen von der Bühne mitgebrachten Erfahrungen liegen, von denen ich natürlich auch beim Schreiben profitieren konnte.

 

Gibt es persönliche Begebenheiten in Ihrem Leben, durch welche Sie zu diesem Buch angeregt wurden?

 

U.P.: Natürlich begegnet einem im Leben manches.

 

Doch mir geht es beim Schreiben nicht darum, mein eigenes Leben aufzuzeichnen. Wen würde das interessieren?

 

Vielmehr kommt es mir darauf an, den Bodensatz eigenen Erlebens wie einen Dünger für etwas Neues zu nutzen.

 

Ob mir das gelungen ist, das müssen

die Leser entscheiden!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie identifizieren sich also nicht mit Ihrer Hauptfigur, der erfolgreichen Schriftstellerin Leonore Habermann?

U.P.: Nein! Im Laufe des Schreibens gewann sie ein

sehr starkes Eigenleben in mir. Sie bringt sich in eine unsägliche Situation! Oftmals wollte ich ihr unterhalb des

Schreibens zurufen: "Jetzt tu doch endlich etwas!

Wehre dich!"

Aber sie zog es lange Zeit vor, störrisch zu bleiben.

 Ihr letztendlicher Befreiungsschlag war deshalb auch für mich befreiend! (lacht)

 

Die vollkommene Hörigkeit, die Ihre Heldin gegenüber ihrem Peiniger Marek entwickelt, wirkte auf mich sehr überraschend. Anfangs skizzieren Sie sie doch als erfolgreiche, attraktive, selbstbewusste Frau! Scheinbar ein Anti-Opfer-Typ!

 

U.P.: Wie Sie selbst sagen: Das ist nur scheinbar so!

 

Denn gerade selbstbewusste Frauen neigen, besonders wenn sie kinderlos sind, zur Ausprägung eines mehr oder weniger starken Helfersyndroms.

 

Gegen die Mitleidsmasche, geschickt eingesetzt, sind sie oft wehrlos.

 

 

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Bildnachweise für diese Seite:

Foto Ursula Prem: © Hans Ludwig, Freystadt, 2007

Hintergrundbild Feder: Veröffentlicht unter GNU-Lizenz für freie Dokumentation auf Wikipedia,

Name: Quill_brown.PNG‎.

Spricht da doch eigene Erfahrung?

 

U.P.: In gewisser Weise schon. Aber ich arbeite daran! (lacht)

 

Leonore Habermann entledigt sich ihres Peinigers mit einem drastischen Befreiungsschlag, der sie an die Grenzen ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit führt.

 

U.P.: Ja! Gerade diese Körperlichkeit ist es, die ihr hilft, sich nach langer Zeit mehr und mehr ihrer selbst zu erinnern.  Ich sehe das wie eine Neugeburt, die Wiederauferstehung ihrer Bewusstheit.

 

An welchen Leserkreis richtet sich das Buch?

 

U.P.: Ich befürchte, dass die meisten männlichen Leser von dem Buch ziemlich schockiert sein werden. (lacht)

Die zahlreichen erotischen Abschnitte können wahrscheinlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um ein zutiefst feministisches Buch handelt.

Da könnten einige Schubladen durcheinanderpurzeln!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und die Frauen?

 

U.P.: Die Frauen allerdings könnten auf dumme Gedanken kommen....

Ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass ich persönlich eine

Trennung einem Mord vorziehe! (grinst)

 

Eine Frage zum Abschluss: Wird dies ein schriftstellerischer Einzelausflug bleiben, oder haben Sie weitere Werke in Planung?

 

U.P.: Zur Zeit sammle ich Stoff. Ich bin sehr

sicher, dass weitere Bücher

folgen werden.

 

Frau Prem, ich danke

Ihnen für das

Gespräch!